Umfrageergebnisse

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Wie hält es HR mit der Verwendung von Gendersprache?

Verwendung von Gendersprache: Ergebnisse einer Umfrage der HRblue AG, Juli 2021

Wie gehen Unternehmen im Moment im Bereich Human Resources mit der Umsetzung von gendergerechter Sprache um? Wird sie angewendet und wenn ja, wie und aus welchen Gründen? 220 Personen haben an unserer Umfrage im Zeitraum Juni/Juli 2021 teilgenommen und ihre Meinung mitgeteilt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Das Thema polarisiert und es gibt Zielkonflikte.

 

Notwendig, aber wird sich eine der aktuellen sprachlichen Varianten durchsetzen?

Die Mehrheit der Befragten findet die Verwendung der Gendersprache als unbedingt notwendig oder teilweise notwendig. Etwa ein Drittel ist der Meinung, dass sich die Gendersprache in HR Texten durchsetzen wird.

 

Stellenanzeigen als Vorreiter

Klare Spitzenreiter in der Umsetzung sind die Texte in Stellenanzeigen. Eine Mehrheit von rund 64 % wendet Gendersprache bereits in Stellenanzeigen an. Die Hälfte der Befragten wendet diese auf den Karriereseiten und in der Mitarbeiterkommunikation an. Fast die Hälfte versucht überdies eine gendergerechte Sprache durch neutrale Formulierungen zu erreichen.

 

Gründe für die Gendersprache: Trends und Unternehmenskultur

Wenn die Umsetzung der Gendersprache die eigene Unternehmenskultur unterstützt oder hilft bestimmte Zielgruppen anzusprechen, dann werden Unternehmen eher bereit sein, diese konsequent umzusetzen. Immerhin 12 % der Befragten haben sich gegen die Gendersprache in HR Texten entschieden (siehe Abbildung). Als Gründe wurden genannt, dass die Debatte am Ziel vorbeiführt, die deutsche Sprache damit „zerstört werden könnte“ und es andere, bessere Maßnahmen zur Gleichstellung von Geschlechteridentitäten gibt.

Abbildung: „Warum setzen Sie die Gendersprache um?“

 

Gap zwischen Einschätzung der Relevanz und Akzeptanz in der Umsetzung einer gendergerechten Sprache

Die Mehrheit der Teilnehmer*innen empfindet die geschriebene Gendersprache als eher störend oder sehr störend.
Rund 30 % sehen diese Frage neutral und rund 18 % stehen dem Thema positiv gegenüber. Anscheinend haben die aktuell verwendeten sprachlichen Varianten (noch) keine überwältigende Akzeptanz gefunden, auch wenn das Thema von vielen als relevant empfunden wird. Beim gesprochenen Wort fällt der Teil, der die Umsetzung als störend oder sehr störend empfindet sogar noch etwas höher aus.

 

Zwei Schreibweisen werden klar präferiert

Zur Frage „Welche geschlechtergerechte Schreibweise bevorzugen Sie?“ zeigen die Ergebnisse klare Präferenzen auf.
Die Schreibweisen „HR Expert*innen“ oder „HR Expertinnen und Experten“ liegen bei dieser Frage mit Mehrfachwahlmöglichkeit jeweils knapp über 40 % der Stimmen. Demgegenüber wurden die Schreibweisen „HR Expert:innen“ von rund 15 % und HR Expert_innen von rund 5 % präferiert.

 

Fazit

Die vorliegenden Ergebnisse sind eine momentane Bestandsaufnahme und stehen sicherlich nicht repräsentativ für HR in Deutschlands Unternehmen. Dennoch zeigen sie interessante Aspekte auf und wie sehr das Thema die Menschen in HR polarisiert. Es gibt nicht nur Meinungsunterschiede zwischen Personen, sondern auch intrapersonelle Widersprüche und Zielkonflikte zwischen sprachlicher Bedeutung und sprachlichem System: Das Thema wird inhaltlich als wichtig angesehen, gleichzeitig wird die sprachliche Umsetzung als störend in der verbalen wie schriftlichen Kommunikation empfunden. Weiterhin gibt es Sorge um die Entwicklung der deutschen Sprache, insbesondere deren Lesbarkeit und Erlernbarkeit. Ob und wenn ja wann, welche verbindlichen Formulierungen sich letztlich durchsetzen werden, wird sicher nicht alleine durch HR entschieden. Es gibt aber die Chance dieses Thema aktiv mitzugestalten. Eine weitere wichtige Aufgabe für die Verantwortlichen in Human Resources.
Danke an alle Teilnehmer*innen der Umfrage und die vielfältigen Meinungen!

Quelle: HRblue AG, 2021

 

 

Weitere Links und Informationen

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Bildnachweis: Africa Rising – shutterstock.com

 

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