Work-Life-Blending: Wie die Grenzen zwischen Arbeitsplatz und Privatleben verschwimmen

 In Allgemein

Capterra, 2021
Deutsch

 

Bewertung

Auf Basis der Ergebnisse liefert die Studie Tipps wie Mitarbeiter und Manager den Umgang mit Work-Life-Blending erfolgreich meistern können.

Untersuchte Fragestellung

Wie kommen die Mitarbeiter mit den Vor- und Nachteilen des Work-Life Blendings zurecht?

Inhalte/Trends

Die Vorteile der vermehrten Homeoffice Tätigkeit sind eine höhere Flexibilität und Selbstbestimmung der Mitarbeiter. Dies kann zu einer höheren Produktivität führen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird dadurch verbessert. Die Nachteile sind, dass es schnell zu Überstunden kommt, der Leistungsdruck bei der Arbeit von zu Hause häufig deutlich höher ist, da die Sichtbarkeit der eigenen Arbeit leidet. Es kommt vermehrt zu sozialen Problemen, da Privates nicht mehr vom Geschäftlichen getrennt werden kann und die fehlende räumliche Trennung steht dem Abschalten im Weg. Laut Studie wird die Work-Life-Balance von zu Hause deutlich besser bewertet, als an der Arbeitsstelle. Die Jobzufriedenheit und Motivation halten sich die Waage. Dies hängt häufig von der individuellen Situation des Arbeitnehmers ab, sowie von der Flexibilität und des Verständnisses des Arbeitgebers. Die Sichtbarkeit der eigenen Arbeit und die Wahrscheinlichkeit einer Karriereentwicklung/Beförderung sowie die Beziehung zu Managern und Kollegen und die Kommunikation mit diesen leidet im Home-Office. Ein Drittel der Mitarbeiter ist im Home-Office gestresster als im Büro. Die Gründe hierfür sind: Die fehlende Trennung zwischen Arbeit und Privatleben, Schwierigkeiten beim gleichzeitigen Bewältigen von Arbeit und Privatleben und das Gefühl, immer online sein zu müssen. 44 % der Befragten in Deutschland erleben ein leichtes bis starkes Burnout bei der Heimarbeit. Die meistgenannten Symptome sind dabei ein Gefühl von Isolation, Kopfschmerzen und Schlafprobleme. Nur 9 % wollen nach der Krise täglich an ihre Arbeitsstelle zurück.

Geltungsbereich

Es wurden 2.800 Teilnehmer aus Deutschland (299 Teilnehmer), Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Italien, dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada und Brasilien befragt.

Link zur Studie