Upskilling – Digitalisierung und neues Lernen

 In Allgemein

IUBH Internationale Hochschule, 16 Seiten, 2020, Deutsch

 

Bewertung

Die Studie zeigt auf welche digitalisierungsgetriebenen Kompetenzlücken sich im Arbeitsmarkt auftun und liefert Lösungsansätze.

Untersuchte Fragestellung

Was sind die größten Herausforderungen für Unternehmen, HR, Mitarbeiter und Führungskräfte, wie müssten Weiterbildungskonzepte aussehen und welche Hard und Soft Skills brauchen Mitarbeiter und Führungskräfte heute?

Inhalte/Trends

Mitarbeiter wie Führungskräfte sind sich der Entwicklung am Arbeitsmarkt durchaus bewusst. Vor allem Geschäftsführer geben an zu wissen, welche Kompetenzen in den nächsten drei bis fünf Jahren für sie relevant werden. Das Thema Digitalisierung wird als ein wesentlicher Treiber für die Veränderung der Arbeitswelt wahrgenommen. Entsprechend sehen 42,6 % der Befragten im Bereich IT & Technik den größten Bedarf an Weiterbildung. Weitere Bereiche, in denen ein hoher Bedarf am Ausbau fachlicher Qualifikationen besteht, sind Marketing & Kommunikation (29,7 %) sowie Management & Wirtschaft (29,6 %). Kompetenzen sind vor allem in den Bereichen Online & Social Media Marketing (26,8 %), Digitale Businessmodelle (22,0 %) und Data Analytics & Big Data (21,5 %) gefragt. Ein erstaunliches Ergebnis ist dabei der hohe Anteil von 17,4 %, die keinen Handlungsbedarf im Hinblick auf weitere Qualifikationen für die Zukunft sehen. Fast ein Viertel der kleineren Unternehmen vertritt die Ansicht, dass es keinen besonderen Bedarf am Erwerb der angegebenen fachlichen oder überfachlichen Qualifikationen gebe. Bei Unternehmen ab einer Größe von 500 Mitarbeitern besteht diesbezüglich ein differenzierteres Meinungsbild. Bei den in Zukunft gefragten Skills gehen besonders große und mittelständische Unternehmen davon aus, dass „weiche” Kompetenzen an Bedeutung gewinnen. Dazu zählen insbesondere Fähigkeiten wie Konfliktfähigkeit und -management (43,6 %), Problemlösungskompetenz (42,3 %) und Teamwork (39,2 %). Betrachtet man nur das Segment teilnehmender Führungskräfte, sehen diese einen anderen Schwerpunkt. Sie wollen ihre Fähigkeiten vor allem in den Bereichen Mitarbeiterentwicklung (53,8 %), Stressprävention (33,6 %) und dem Bereich „Delegieren & Loslassen“ (32,6 %) weiter ausbauen. Größte Hindernisse bei der Aus- und Weiterbildung sind für die Befragten die fehlende Zeit für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen (40,2 %), daneben Kosten (26,5 %) und keine Zeit, sich mit den Angeboten auseinanderzusetzen (26,5 %). Mit Blick auf das optimale Lernformat für den Kompetenzerwerb sind sich alle Teilnehmer über die verschiedenen Hierarchieebenen einig: 72,2 % sind der Meinung, dass eine Kombination verschiedener Lernformate den größten Erfolg als Lernform verspricht. Dazu gehören Online-Trainings, vertiefende Präsenzveranstaltungen und die persönliche Begleitung durch einen Coach. Reine Langzeit-Präsenzveranstaltungen (18,7 %) und reines Online-Training (9,1 %) finden bei den Befragten dagegen deutlich weniger Zuspruch, auch weil das Lernen im sogenannten Blended-Format Großteils selbstgesteuert erfolgen kann.

Geltungsbereich

Befragung von über 1.200 Führungskräften und Mitarbeitenden unterschiedlicher Branchen.

Link zur Studie