Eyetracking 2018

 In Allgemein

StepStone Österreich GmbH, 2018, 16 Seiten
Deutsch

Geltungsbereich

Gewonnen wurden die Daten in Face-to-Face-Interviews (f2f) mit begleitender Eyetracking-Methode, bei der die Blickverläufe und -dauer von Personalverant-wortlichen computergestützt erhoben wurden.

Untersuchte Fragestellung

Wie lesen HR-Verantwortliche Bewerbungen? Welchen Aspekten wird besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt? Wie sollte die optimale Bewerbung gestaltet sein?

Inhalte/Trends

Personaler nehmen sich durchschnittlich nicht einmal eine Minute Zeit, eine Bewerbung zu screenen. In den Bewerbungsunterlagen zählt vor allem der Lebenslauf, er macht mehr als zwei Drittel des Gewichts der Bewerbung aus. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind für 64 % der Recruiter ein klares No-Go. Innerhalb des Lebenslaufs ist die Berufserfahrung der relevanteste Aspekt. Ihm wurde beim Eyetracking mit durchschnittlich 22,3 Sekunden die mit Abstand größte Aufmerksamkeit geschenkt. Ebenfalls relevant sind die Ausbildung sowie das Foto. Nur ein Viertel der Befragten ist der Meinung, dass ein gutes Foto auch eine inhaltlich gute Bewerbung bedeutet. Umgekehrt bedeutet jedoch ein schlechtes Foto für 42 % der Teilnehmer eine schlechte Bewerbung. Für 67 % sind die Wechselgründe der Bewerber in eine neue berufliche Station sehr relevant. Sie lesen daraus u. a., was der Kandidat braucht, um sich im Unternehmen wohl zu fühlen, welche Motive die Person antreiben oder wie die Konfliktfähigkeit bzw. Frustrationstoleranz ausgeprägt sind. Die Studienergebnisse zeichnen ein Bild gesteigerter Effizienz und routinierter Abläufe in Personalabteilungen. Digital unterstützt kann in kurzer Zeit eine Vielzahl an Bewerbungen bearbeitet und für ein erstes Screening evaluiert werden.

Bewertung

Für Personalverantwortliche zeigt die Studie mögliches Optimierungspotenzial auf und gibt weiterhin Aufschluss darüber, wie Personal Recruiting aktuell stattfindet.

Link zur Studie