Workforce Transformation

 In Allgemein

Von Rundstedt, index research und Personalmagazin, 31 Seiten, 2020, Deutsch

 

 

Bewertung

Die Studie verdeutlicht, dass die bisherigen Strategien und Maßnahmen nicht ausreichen werden, um die notwendige Transformation der Workforce zu gestalten.

Untersuchte Fragestellung

Die Studienteilnehmer wurden befragt wie sie die Veränderungen von Anforderungsprofilen wahrnehmen und wie sie die weitere Entwicklung einschätzen.

Inhalte/Trends

Treiber der Veränderungen sind vor allem die Digitalisierung (57 %), eine wachsende Komplexität der Aufgaben (37 %) sowie sich verändernde Kundenwünsche (15 %). Bereits in den vergangenen drei Jahren haben sich bei jedem dritten Unternehmen bis zu 25 % der Anforderungsprofile verändert. Bei einem weiteren Viertel waren es 26 bis 40 % der Profile. Rund 15 % der Unternehmen standen vor der Herausforderung, dass sich mehr als 40 % der Profile verändert haben. Nach Einschätzung der Unternehmen wird sich dieser Trend in ähnlichem Maße in den nächsten drei Jahren fortsetzen. Entsprechend messen rund 70 % der HR-Verantwortlichen der Transformation der Belegschaft eine hohe oder sehr hohe Priorität bei. Insbesondere in den Bereichen IT, Führung & Management sowie HR & Personalwesen, erwarten die Studienteilnehmer in den nächsten zwei bis drei Jahren starke bis sehr starke Veränderungen der Anforderungsprofile. Um den Wandel erfolgreich zu gestalten, müssten, so die Experten, in den Unternehmen vier Hebel in Gang gesetzt werden: 1. Chance der Veränderungen: Um die Veränderungsbereitschaft der Beschäftigten zu steigern, müssten die Chancen, die mit solch einem Wandel einhergehen, in den Mittelpunkt gerückt werden. 2. Optimaler Einsatz von Kompetenzen: Unternehmen müssten in strategisches Kompetenzmanagement investieren und Tools einsetzen, die Personaldaten besser analysieren und einen permanenten Abgleich von vorhandenen und benötigten Kompetenzen ermöglichen. 3. Individuellere Qualifizierung: Die Beschäftigten müssten durch innovative Qualifizierungskonzepte, insbesondere in den zwei Top-Entwicklungsfeldern IT-Anwenderkenntnisse und agiles Arbeiten, fit gemacht werden. 4. Perspektiven schaffen: Über eine erfolgreiche Transformation entscheidet auch maßgeblich der Umgang des Unternehmens mit den Beschäftigten, deren Qualifikationen nicht mehr benötigt werden. Maßnahmen, wie Transfergesellschaften oder Qualifizierungsbetriebe können diesen Beschäftigten eine berufliche Perspektive bieten. Das trägt zu einer positiven Einstellung in Sachen Veränderungsbereitschaft bei.

Geltungsbereich

Online-Befragung von 540 Personalverantwortlichen. Zusätzlich wurden Experteninterviews geführt.

Link zur Studie