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Timing matters! Academic assessment changes throughout the day

Universität Messina, 2025, Englisch

Bewertung

Die Studie „Timing matters!“ Academic assessment changes throughout the day“ zeigt, warum Bewertungen je nach Tageszeit variieren. Sie empfiehlt den späten Vormittag als beste Zeit für Jobinterviews.

Untersuchte Fragestellung

Wie beeinflusst die Uhrzeit den Ausgang akademischer Prüfungen – und welche Rück­schlüsse lassen sich auf allgemeine Bewertungsprozesse ziehen?

Inhalte/Trends

Die Studie: Timing matters! Academic assessment changes throughout the day“ zeigt, ein klares Tagesmuster: Die Erfolgsquote steigt bis zur Mittagszeit (11–13 Uhr) auf bis zu 73 % und fällt danach wieder ab. Frühmorgens (8 Uhr) und am späten Nachmittag (16 Uhr) liegt sie mit ca. 51 % deutlich niedriger. Dieses Muster bleibt auch bei Berücksichtigung von Prü­fungsniveau und Studiengang bestehen.

Auffällig ist zudem die Verteilung der Noten: In den leistungsstarken Zeitfenstern wurden häufiger mittlere bis gute Bewertungen vergeben, während außerhalb dieser Phasen mehr extreme Ergebnisse auftraten – entweder „sehr gut” oder „nicht bestanden”. Unabhängig vom Fachbereich benötigten Studierende am frühen Morgen und späten Nachmittag häu­figer mehrere Versuche, um die Prüfung zu bestehen. Auch die subjektive Zufriedenheit mit der Prüfung war in den späten Vormittagsstunden am höchsten.

Dies wird durch kognitive und physiologische Effekte wie Tagesmüdigkeit, mentale Erschöpfung und Ego-Depletion erklärt. Zudem spielt der Chronotyp eine Rolle: Viele Studierende sind „Nachteulen“, Prüfer hingegen sind „Frühaufsteher“. Diese Asymmetrie wirkt sich besonders morgens negativ aus.

Die Studie zieht Parallelen zu anderen Entscheidungsprozessen, etwa in Justiz und Perso­nalbereich, und empfiehlt, wichtige Bewertungen auf die leistungsstärkste Tageszeit zu legen. Für die Personalabteilung bedeutet das: Vorstellungsgespräche und Assessments profitieren von Terminen zwischen 11 und 13 Uhr, wenn die Konzentrationsspitzen von Be­werbern und Entscheidern zusammenfallen. Dadurch steigen Fairness und Erfolgschancen.

Geltungsbereich

Es wurden über 100.000 mündliche Prüfungen an der Universität Messina analysiert. Es wurden diverse Studiengänge und Leistungsniveaus berücksichtigt.

Link zur Studie

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