The Workforce View in Europe 2020 (Teil 1 und 2)

 In Allgemein

ADP, 30 Seiten und 22 Seiten, 2020, Deutsch

 

 

Bewertung

Die globale zweigeteilte Studie liefert einen soliden Überblick über die Stimmung der Arbeitnehmer direkt vor und nach dem Ausbruch von Covid-19.

Untersuchte Fragestellung

Wie ist die Einstellung der Arbeitnehmer zur heutigen Arbeitswelt und welche Erwartungen und Hoffnungen haben sie für den Arbeitsplatz der Zukunft?

Inhalte/Trends

Teil 1: Vor COVID-19 gaben mehr als neun von zehn Umfrageteilnehmern an, dass sie hinsichtlich der nächsten fünf Jahre sehr oder ziemlich optimistisch sind. Die Mehrheit der Arbeitnehmer ist zuversichtlich, dass sie die nötigen Fähigkeiten für eine erfolgreiche Karriere haben. 62 % der Befragten sagen, dass sie sich heute mindestens einmal pro Woche gestresst fühlen. Drei Viertel der Umfrageteilnehmer machen jede Woche unbezahlte Überstunden. Trotz der Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung am Arbeitsplatz gibt mehr als einer von drei globalen Arbeitnehmern an, dass er sich an seiner Arbeitsstelle diskriminiert gefühlt hat. Nur ein Viertel der Umfrageteilnehmer berichten, dass ihr Unternehmen nun eine offizielle oder schriftliche Richtlinie für flexibles Arbeiten hat. Mitarbeiterpräferenzen bezüglich der Entgeltabrechnung werden nicht beachtet. Jeder sechste Arbeitnehmer berichtet, dass er manchmal zu spät bezahlt wird. Teil 2: Nach dem Ausbruch von Covid-19 ist ein Großteil der Umfrageteilnehmer in Bezug auf die nächsten fünf Jahre am Arbeitsplatz immer noch optimistisch und 75 % blicken mit großer Zuversicht auf das nächste Jahr. Am größten war der Optimismus bei jungen Arbeitnehmern. Mehr als jeder fünfte Arbeitnehmer geht davon aus, dass es seine Stelle in fünf Jahren nicht mehr geben wird. Trotzdem sind 65% der Befragten optimistisch hinsichtlich der Flexibilität der Chancen, die sie in Zukunft haben werden. Der Gesamtanteil der Arbeitnehmer, die laut eigenen Angaben schon einmal von ihrem Arbeitgeber diskriminiert worden sind, liegt unverändert bei einem Drittel. Angesichts des Anstiegs der Telearbeit haben nun 44 % der Arbeitgeber offizielle Richtlinien für flexibles Arbeiten. Mehr als die Hälfte geben allerdings an, dass sie sich während der Pandemie unter Druck gesetzt gefühlt haben, zur Arbeit zu kommen. Die Arbeitnehmer sind sich bewusst, dass kurzfristig möglicherweise schwierige Gehaltsentscheidungen getroffen werden müssen.

Geltungsbereich

Es wurden 32.442 Arbeitnehmer aus aller Welt befragt.

Link zur Studie