Randstad-ifo-Personalleiterberfragung (Q1 2019)

 In Allgemein

randstad, ifo Institut, 15 Seiten, 2019
Deutsch

Bewertung

Die Studie zeigt die langfristige Bedeutung von Flexibilisierung im Personaleinsatz. Weiterhin wird ein Überblick über den Einsatz des digitalen Recruitings in Deutschland gegeben.

Untersuchte Fragestellung

Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Wie sind die Erfahrungen, die Personalleiter mit der internetbasierten Recherche und automatisierten Auswahl von Bewerbern gesammelt haben?

Inhalte/Trends

Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu jedes Unternehmen seinen Personalbestand über einen Auf- bzw. Abbau von Überstunden (96%) flexibilisiert. Arbeitszeitkonten (88%) sowie innerbetriebliche Um- bzw. Versetzungen (82%) finden ebenfalls in den meisten Unternehmen Anwendung. Zudem wenden die meisten Unternehmen befristete Verträge (65%) und Minijobs (71%) an, um Flexibilität zu gewinnen. Auch der Einsatz von Zeitarbeitnehmern (48%), das Outsourcen von Angestellten (46%) sowie die Beschäftigung von freien Mitarbeitern (43%) sind weit verbreitete Flexibilisierungsmaßnahmen. Der Einsatz fast aller Flexibilisierungsinstrumente ist in den letzten Jahren damit annähernd konstant geblieben. 96% aller Befragten verzichten auf datengesteuerte Rekrutierungsmaßnahmen. 7% können sich vorstellen, ihre Auswahlverfahren mittelfristig durch künstlich intelligente Systeme zu ergänzen. Obwohl besonders Großunternehmen (500 Mitarbeiter und mehr) Potenzial zur Effizienzsteigerung erkennen (50%), setzen nur 9% auf datengesteuerte Rekrutierungsmethoden. Bei ihnen kommen besonders Matching Algorithmen beim Vergleich von Bewerberprofilen zum Einsatz. Fast die Hälfte aller Befragten sieht hier jedoch die Gefahr, dass Soft-Skills abgewertet werden (49%). Ähnlich viele fürchten, dass selbstlernende Algorithmen unerwünschte Auswahlmuster erzeugen (43%). Mangelnder Anwendungsbedarf und fehlendes Know-how werden am häufigsten als Gründe genannt, auf datengestützte Rekru-tierungsmethoden zu verzichten (35% und 26%). Die Skepsis gegenüber automatisiertem Recruiting wird untermauert durch ein breites Digitalisierungsdefizit. Während mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen neue Mitarbeiter nur offline anwirbt, setzen immerhin 30% auf eine Kombination aus digitalen und analogen Methoden. Das klassische Bewerbungsgespräch ist nach wie vor die beliebteste Auswahlmethode, sowohl bei Nichtnutzern wie bei Anwendern von datengestützten Rekrutierungsmethoden.

Geltungsbereich

Es wurden etwa 1.000 deutsche Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor befragt.

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