Randstad-ifo-HR-Befragung Q2/2025
Randstad & ifo Institut, 2025, Deutsch
Bewertung
Die Randstad-ifo HR-Befragung liefert ein aktuelles Stimmungsbild aus der Praxis und beleuchtet, wie deutsche Unternehmen mit Fachkräftemangel, Homeoffice, KI und internationaler Rekrutierung umgehen.
Untersuchte Fragestellung
Welche aktuellen Herausforderungen, Schwerpunkte und Erwartungen prägen die Personalstrategien deutscher Unternehmen im zweiten Quartal 2025?
Inhalte/Trends
Die Randstad-ifo-HR-Befragung Q2/2025 zeigt, dass der Fachkräftemangel für Unternehmen nach wie vor das dominierende Thema ist. 52 % der befragten Unternehmen nennen ihn als ihre größte HR-Herausforderung. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind betroffen. Besonders gefragt sind Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung (69 %) sowie Personen mit Weiterbildungsqualifikationen (41 %). Auch Akademiker sind nachgefragt (27 %), vor allem bei größeren Unternehmen.
Fast die Hälfte der Unternehmen (49 %) gibt an, zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland zu benötigen. Die größten Hürden bei der Rekrutierung ausländischer Mitarbeitender sind Sprachbarrieren (83 %) und langwierige behördliche Verfahren (64 %). Weitere Herausforderungen sind die Integration in die Arbeitskultur (37 %) und die Anerkennung von Qualifikationen (32 %).
Das Thema Homeoffice ist vor allem in Dienstleistungsbranchen und großen Unternehmen fest etabliert. In Betrieben mit mehr als 500 Mitarbeitenden bieten 79 % Homeoffice an – bei kleinen Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden sind es hingegen 42 %. Auch der Anteil der Beschäftigten mit Homeoffice-Zugang unterscheidet sich: Während in Großbetrieben mehr als die Hälfte der Angestellten regelmäßig remote arbeitet, sind es in kleineren Betrieben deutlich weniger.
Hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt erwartet die Mehrheit der Unternehmen in den nächsten drei Jahren keine Veränderung der Beschäftigtenzahl (72 %). Nur 11 % rechnen mit einem Rückgang, 14 % mit einem Aufbau von Stellen. Die größten Auswirkungen erwarten die Unternehmen in den Bereichen Datenverarbeitung, Controlling, IT, Kundendienst und Verwaltung. Die Umsetzung konkreter KI-Anwendungen im Personalbereich bleibt jedoch zurückhaltend.
Nur ein geringer Anteil der Unternehmen (16 %) verfolgt eine formalisierte Strategie für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI). Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied je nach Unternehmensgröße: Während bei Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden 32 % eine DEI-Strategie implementiert haben, sind es bei Kleinstunternehmen lediglich 6 %.
Nur 11 % der Unternehmen geben an, sich derzeit in einer stärkeren Position gegenüber Bewerbenden zu befinden. 40 % sehen hingegen die Bewerbenden im Vorteil. Der Rest bewertet das Kräfteverhältnis als ausgeglichen.
Geltungsbereich
Für die HR-Befragung wurden über 600 Personalverantwortliche aus verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen in Deutschland befragt.
Link zur Studie
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