Mobile Bewerbung. Generation Y & Z

 In Allgemein

FH Wien der WKW, hokify, 13 Seiten, 2020, Deutsch

 

Bewertung

Die Studie liefert Hinweise für Unternehmen, die die Bewerber von morgen erreichen wollen.

Untersuchte Fragestellung

Wie stehen junge Menschen zu mobiler Bewerbung über Smartphone oder Tablet? Welche Wünsche haben sie an die Bewerbung der Zukunft?

Inhalte/Trends

Für 71 % der Befragten sind Social Media wichtig oder sogar unverzichtbar. 20 % der Befragten der Generation Z (1995 – 2005), können sich ein Leben ohne Social Media nicht vorstellen. Im Vergleich zu 12 % bei der Generation Y (1980 – 1995). Bei zukünftigen Bewerbungen möchten knapp 60 % der Befragten nicht mehr als 30 min. für die Erstellung von Bewerbungen investieren. Drei Viertel der Befragten können sich vorstellen, sich in Zukunft mobil zu bewerben. Dafür spricht vor allem die schnelle und unkomplizierte Handhabung. Als Voraussetzung wird eine gut ausgereifte Plattform genannt. Argumente dagegen sind, dass eine mobile Bewerbung weniger seriös wirkt, eine persönliche Note schwer hinzugefügt werden kann, die vermutete Fehleranfälligkeit, ungewohnte Handhabung und dass notwendige Dokumente am Handy bzw. Tablet nicht verfügbar sind. Die Hälfte der Befragten mit Bewerbungserfahrung hat in der Vergangenheit schon einmal eine Bewerbung abgebrochen – Frauen tendenziell häufiger als Männer. Als Begründung für den Abbruch nennen die Befragten die zu umfangreiche Dateneingabe, eine zu lange Dauer, Meinungsänderung im Bewerbungsprozess, technische Schwierigkeiten und fehlende Informationen für die Bewerbung. 28 % aller Befragten können sich vorstellen, in Zukunft eine Bewerbung über ein persönliches Video zu verschicken. Für die Befragten sprechen vor allem die Schnelligkeit und Ortsunabhängigkeit für eine mobile Bewerbung. Zudem gehen 48 % davon aus, auf diese Weise schneller zu erfahren, wo sie im Bewerbungsprozess stehen. 34 % der Befragten verbinden eine mobile Bewerbung mit einer modernen Orientierung des potenziellen Arbeitgebers. Umgekehrt meinen 17 % der Befragten zukünftigen Arbeitgebern durch mobile Bewerbungen ihre Technik-Kompetenz vermitteln zu können. Die geringeren Kosten im Vergleich zu postalischen Versendungen sind nur für 14 % ein wichtiges Argument. Die wichtigsten drei Gründe, die gegen eine mobile Bewerbung sprechen, sind fehlende Informationen auf dem Endgerät, die eingeschränkten Möglichkeiten zur individuellen Gestaltbarkeit und die wahrgenommene Fehleranfälligkeit bei der Eingabe auf dem Handy oder Tablet. Gut zwei Drittel erhoffen sich Benachrichtigungen zur Bewerbung via Push-Notification und eine Chat-Funktion, um Fragen zum Job stellen zu können. Befragte, die in Social Media besonders aktiv sind, wünschen sich ihren Lebenslauf direkt via Social Media-Account versenden zu können. Zu all dem wünschen sich die Befragten auch Transparenz, schnelle Prozesse, ein rasches Feedback, einfache Plattformen sowie persönliche Ansprechpartner.

Geltungsbereich

Onlinebefragung von 510 Teilnehmern aus den Generationen X (6 %), Y und Z (zu jeweils 47 %).

Link zur Studie