Mobile Arbeitsformen aus Sicht von Betrieben und Beschäftigten

 In Allgemein

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), 12 Seiten, 2019
Deutsch

Bewertung

Der Kurzbericht zeigt den aktuellen Stand der Verbreitung und der Intensität mobiler Arbeit im Allgemeinen und des Arbeitens von zu Hause im Speziellen.

Untersuchte Fragestellung

Es wurden Vor- und Nachteile des mobilen Arbeitens diskutiert und die Unterschiede zwischen Beschäftigten mit und ohne Homeoffice-Zugang hinsichtlich ihrer Arbeitszufriedenheit untersucht.

Inhalte/Trends

Im Zuge der Digitalisierung rückt mobiles Arbeiten zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Derzeit bietet etwa jeder vierte Betrieb in Deutschland die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten an, dabei mehrheitlich sowohl Homeoffice als auch das Arbeiten von unterwegs. Die Nutzung von Homeoffice nimmt langsam zu. Unter den Beschäftigten in privatwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten arbeiteten im Jahr 2013 19 % von zu Hause, im Jahr 2017 waren es 22 %. Ganze Homeoffice-Tage sind vergleichsweise selten. 63 % derjenigen, die Homeoffice nutzen, arbeiten ausschließlich stundenweise von zu Hause. Die erhöhte Flexibilität ist ein zweischneidiges Schwert. Während die Hälfte der Beschäftigten mit Homeoffice darin den Vorteil einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sieht, berichten beinahe ebenso viele von Problemen bei der Trennung zwischen beidem. Etwa zwei Drittel der Beschäftigten, die derzeit nicht von zu Hause arbeiten, lehnen diese Möglichkeit grundsätzlich ab. Jedoch hat auch jeder neunte Beschäftigte einen unerfüllten Homeoffice-Wunsch und nach eigener Einschätzung eine dafür geeignete Tätigkeit. Beschäftigte mit unerfülltem Homeoffice-Wunsch sind unzufriedener als diejenigen, die zumindest gelegentlich während der Arbeitszeit von zu Hause arbeiten.

Geltungsbereich

Befragung in 16.000 Betrieben aller Betriebsgrößen und Wirtschaftszweige.

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