Mixed Leadership – Barometer Juli 2019

 In Allgemein

Ernst & Young GmbH, 13 Seiten, 2019
Deutsch

Bewertung

Die Studienergebnisse liefern einen aktuellen Überblick über die Anzahl weiblicher Vorstandsmitglieder in den deutschen börsennotierten Unternehmen.

Untersuchte Fragestellung

Wie hoch ist der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in deutschen Unternehmen?

Inhalte/Trends

Die Zahl weiblicher Vorstände in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2019 zum achten Mal in Folge gestiegen. Von den aktuell 701 Vorstandsmitgliedern in den untersuchten Unternehmen sind 61 Frauen – das heißt, gut jedes 12. Vorstandsmitglied ist derzeit weiblich. Auch der Anteil der Frauen in den Vorstandsetagen der DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen ist in den vergangenen acht Halbjahren kontinuierlich gestiegen: Mittlerweile sind 8,7 % aller Vorstände weiblich. Allerdings ist weiterhin in zwei von drei Unternehmen der Vorstand ausschließlich mit Männern besetzt. Jedes dritte Unternehmen hat zumindest eine Frau im Vorstand, nur in 6 % gehören zwei Frauen dem Vorstand an. Am häufigsten sind Frauen im Vorstand für Operatives zuständig: Aktuell steht jedes dritte weibliche Vorstandsmitglied in einem operativen Geschäftsbereich vor, weitere 5 % sind als Chief Operating Officers tätig. Am zweithäufigsten verantworten Frauen derzeit das Finanzressort (21 %). 20 % der weiblichen Vorstände verantworten das Personalressort, 18 % stehen einer Zentralfunktion vor. Nur 3 der 160 untersuchten Unternehmen haben einen weiblichen CEO. Der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder ist aktuell in der Telekommunikationsbranche am höchsten, wo fast jedes sechste Vorstandsmitglied eine Frau ist, gefolgt von der Finanzbranche, wo rund jeder siebte Vorstand weiblich ist. Besonders niedrig ist der Frauenanteil in den Vorständen derzeit im Bereich Phama, Biotech, Life Science: Hier ist aktuell nur jedes 20. Vorstandsmitglied eine Frau. Auch in der Rohstoffbranche und in den Bereichen IT/Software/Technologie, Medien, Handel und bei Energieversorgern ist der Frauenanteil deutlich unterdurchschnittlich.

Geltungsbereich

Untersucht wurden die Vorstände der zum 1. Juli 2019 in DAX, MDAX oder SDAX notierten Unternehmen.

Link zur Studie