HR Karriere 2021: Die Erfolgsformel für HR Manager und Experten

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Welche Karrieretreiber und Chancen bringt das Jahr 2021 für die Berufskarriere als HR Manager und Experte?
Mit Tipps und Empfehlungen für eine gezielte Vorbereitung.

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir meinen mit Karrierechance nicht unbedingt den Wechsel des Arbeitgebers oder der Rolle. Ein Karriereschritt ist nach unserem Verständnis auch eine Weiterentwicklung oder Anpassung der fachlichen und persönlichen Kompetenzen. Wir verstehen Karriere als ganzheitlichen Entwicklungsprozess, durch den man eine jeweils passende und individuelle berufliche Zufriedenheit erreichen kann. Dabei können sich Prioritäten im Laufe des Berufslebens verschieben und auch ein kleiner Schritt kann sehr große Wirkung entfalten.

Vorhersagen für das Jahr 2021 sind insgesamt gerade nicht so einfach zu treffen und an verschiedene Szenarien der Entwicklung von Pandemie, Wirtschaft und Arbeitsmarkt geknüpft. Für die HR Karriere gilt dies ebenso, denn es geht dabei um mögliche Jobangebote, um Entwicklung und Innovationen von HR Organisationen.

Dennoch sind wir der Meinung, dass sich klare Karrieretreiber und Chancen abzeichnen, in die es sich lohnt zu investieren. Und alle Szenarien werden eines gemeinsam haben: Es wird weiterhin rasante Veränderungen geben und die Zeit kann nicht zurückgedreht werden. Den Anschluss sollte man dabei bitte nicht verpassen.

 

Ist jetzt ein Arbeitgeberwechsel zu empfehlen?

Oft ist ein nach außen sichtbarer Karriereschritt mit einem Arbeitgeberwechsel verbunden. Dafür gibt es in 2021 aus unserer Sicht sehr viele Chancen. Gerade für Berufserfahrene, die mit ihrem Kompetenzprofil, ihren Erfahrungen modern und zukunftsorientiert aufgestellt sind. Viele Unternehmen werden sich in den nächsten 12 Monaten im HR Bereich ergänzen und erneuern. Es gilt die Augen aufzuhalten und bei passender Gelegenheit zuzugreifen. Was die passende Gelegenheit ist? Die Antwort auf diese Frage gibt das persönliche Zielbild.

 

Ein Zielbild fördert die Karrieremöglichkeiten

Eigentlich logisch und doch so häufig vernachlässigt: Für die Entwicklung eines Karrierewegs hilft ein persönliches Ziel- oder Wunschbild. Damit kann man sich einen echten Marktvorteil und Vorsprung verschaffen, denn viele Berufstätige haben dazu keine klare Vorstellung. Das gilt nicht nur für Berufseinsteiger, sondern durchaus auch für Berufserfahrene. Diese Leitfragen helfen bei der Orientierung: Was bedeutet für mich Karriere? Was will ich erreichen? Was ist mir wichtig? Wann empfinde ich meine Karriere persönlich und wirtschaftlich als erfolgreich? Was fehlt und was benötige ich zusätzlich, um diesem Zielbild näher zu kommen? Daraus ergibt sich ein Spielfeld und ein Handlungsrahmen für die nächsten Karriereschritte. Ein Karriereschritt muss nicht immer aus einem Rollen- oder Arbeitgeberwechsel bestehen. Häufig sind auch eine neue Aufgabe, eine Projektarbeit, ein erhellender Austausch, ein inspirierender Kontakt oder ein neues Tool schon ausreichend, um die eigene Entwicklung in die richtige Richtung zu lenken.

 

Die eigene HR Rolle überdenken und weiterentwickeln

Nie war die Beobachtung des HR Marktes so einfach wie heute. Alle notwendigen Informationen sind online verfügbar. Davon das meiste sogar kostenlos: Branchenwissen, HR Trends, Webinare zu Fachthemen, Zugang zu Kontakten, Experten und Innovatoren. Man ist schon geneigt zu sagen, dass es eher ein Problem gibt die relevanten Informationen zu filtern als sie zu finden.

Besonders spannend ist die Doppelrolle, in der sich HR befindet: Das HR Team ist selbst von den Trends, den Veränderungen betroffen und gleichzeitig für die Umsetzung im Unternehmen verantwortlich. Die Rolle als Vorreiter und Vorbild für Führungskräfte und Mitarbeiter geht damit einher. Die eigene Rolle zu überdenken und weiterzuentwickeln wird daher essentiell.

Aus den aktuellen Themen ergeben sich starke Karrieretreiber für HR Professionals,
denen man sich kaum entziehen kann,
vor allem wenn die eigene Marktfähigkeit langfristig gesichert werden soll.

 

Digitalisierung ist mehr als Automatisierung von HR Prozessen

Grundsätzlich erwarten wir die fortschreitende Digitalisierung in den Unternehmen und in den HR Themen. Wenn nicht bereits geschehen werden sich Aufgaben und Rollen, Methoden der Zusammenarbeit, Kultur und Führung in den Unternehmen dynamisch verändern. Die meisten Themen erhalten wenigstens eine Online-Komponente wie Online-Meetings, -Interviews, -Assessments, -Mentoring, -Learning etc. Einige werden auch direkt ersetzt: Aus Seminaren werden Webinare und das Video-Bewerbungsgespräch als Erstgespräch bei der Personalauswahl ist heute schon nicht mehr wegzudenken. Die Automatisierung von HR Prozessen ist dabei eine notwendige Voraussetzung. Eine gute Nachricht ist, dass grundsätzlich sehr viele Kernprozesse und -kompetenzen in HR Bestand haben und damit eine solide Basis für die Entwicklung einer HR Karriere bilden.

 

Change Management und agile HR Organisation

Sich erfolgreich und dynamisch an Marktanforderungen und Strategien zu orientieren und sich entsprechend zu verändern – dies sind kritische Erfolgsfaktoren für Unternehmen und HR Organisationen. Wer noch keine Fortbildung in Sachen Change Management, Projekt Management und agilen Methoden absolviert hat, fängt besser heute als morgen damit an. Der Beitrag von HR bei der Veränderung von Unternehmen wird in Zukunft noch stärker eingefordert werden.

 

Neue Arbeitsmodelle und Führung

Durch Technik und neue Arbeitsbedingungen sind Zeit und Ort beruflich zunehmend flexibilisiert. Das birgt Chancen und Herausforderungen: Die persönlichen Arbeits- und Lebensumstände können einerseits geschickt integriert und optimiert werden. Andererseits gilt es den Teamspirit zu erhalten und passende Führungskonzepte umzusetzen. Zu diesem Thema wird von HR ein wesentlicher Beitrag erwartet. Es gibt unzählige Webinare und Artikel, die sich damit beschäftigen und Praxisbeispiele beinhalten. Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsmodellen und -prozessen können sich hierzu fruchtbar austauschen. Für die Umsetzung sollte ein interdisziplinäres Projektteam beauftragt werden.

 

Revival für Coaching/Mentoring-Konzepte

Seit jeher Bestandteil der HR Arbeit erleben Coaching und Mentoring ein Revival durch die digitalen Formate. Weniger Reisen, mehr Zeit, reduzierte Kosten und bessere Verfügbarkeit – das sind nur einige Aspekte wie die Beteiligten von den aktuellen Entwicklungen profitieren können. Das beginnt bereits bei Plattformen für Matching von Coach und Coachee bzw. Mentoren und Mentees. Einige dieser Angebote bieten außerdem Terminierung, Messaging, Tracking und Controlling der dahinterliegenden Prozesse an. Kompetenzmanagement, kollegiale Beratung – all diese Themen bekommen neuen Schwung. Für den Betrieb benötigt es im Unternehmen einen engagierten „Owner“. Da sehr viele HR Professionals eine Coaching-Weiterbildung absolviert haben, könnte dies für digital-affine eine schöne Chance sein, dieses klassische HR Thema ins Zeitalter der Digitalisierung zu führen.

 

Professionelles Auftreten in digitalen Formaten

Wieviel Prozent der Meetings, Interviews, Gespräche werden inzwischen per Video durchgeführt? Sehr viele? Die meisten? Sicher sind einige davon den aktuellen Kontaktbeschränkungen geschuldet. Wir gehen allerdings davon aus, dass sich diese Methoden und Tools nachhaltig etablieren werden.

Für HR ist damit die Anforderung ganz klar: Manager und Experten sollen je nach Situation und Rolle adäquat und positiv wirksam auftreten können. Die Rollen und Situationen sind vielfältig: Bewerberinterviews, Beratungsgespräche, Teamsituationen, in Projekten, mit externen Dienstleistern, als Führungskraft, auf virtuellen Messen etc.

Es lohnt sich daher sowohl die technischen Skills und Medienkompetenz wie persönliches Auftreten für diese Anwendungsbeispiele weiterzuentwickeln. Und ganz klar liegt hier auch ein besonderer Booster für die eigene Karriere.

 

So gelingt die Umsetzung

Bei Planung und Umsetzung von Maßnahmen ticken Menschen sehr unterschiedlich. Manche brauchen einen konkreten Plan, andere fühlen sich davon eingeschränkt und nehmen lieber spontane Gelegenheiten wahr. Beide Ansätze haben Vorteile: Der „Geplante“ sorgt dafür, dass die Maßnahmen im gewünschten Zeitraum umgesetzt sind. Der „Spontane“ ist flexibler und kann sich eventuell schneller auf Veränderungen einstellen. Am besten wäre es, beide Ansätze zu kombinieren: Ein paar wichtige und fest eingeplante Meilensteine und genügend Freiraum, um kurzfristig zu reagieren oder auch einfach mal was auszuprobieren.

 

Fazit

HR Karriere hat Zukunft und es bieten sich auch in 2021 viele kleine und große Chancen für die individuelle Weiterentwicklung im Bereich Human Resources. Eigeninitiative sowie die Offenheit, Neues anzupacken und auszuprobieren, zahlen sich dabei besonders aus.

 

Quelle: HRblue AG

Bildnachweis: Fabio Balbi – shutterstock.com

 

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