HR-Studie 2020

 In Allgemein

forcont business technology gmbh, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 40 Seiten, 2020, Deutsch

 

Bewertung

Die Studie liefert einen Überblick zum Status quo der Digitalisierung im HR-Bereich inkl. praktischer Handlungsempfehlungen.

Untersuchte Fragestellung

Ist Personalarbeit 4.0 in deutschen Unternehmen angekommen?

Inhalte/Trends

Der Großteil der deutschen Unternehmen hat die digitale Transformation der Personalarbeit in Angriff genommen. Wie die Erhebung zeigt, haben bereits 58 % der Unternehmen Aufgaben und Prozesse digital automatisiert. Ein Viertel plant dies für die nahe Zukunft. Automatisiert sind vor allem Prozesse in der Personalverwaltung und Personalbeschaffung. Über die Hälfte der Unternehmen greift auch bei der Personalbeurteilung auf Automatisierung zurück. Gut ein Drittel wähnt sich bei der Umsetzung der digitalen Transformation auf einem guten Weg. Jedoch gibt die Hälfte der Befragten an, dass in ihren Unternehmen zwar ein Bewusstsein für die Digitalisierung von HR herrsche, es aber bei der Umsetzung noch erhebliches Verbesserungspotenzial gebe. Drei Viertel der Befragten gaben an durch die Automatisierung die Qualität der HR-Prozesse erhöhen zu wollen. Eine weitere Intention der HR-Verantwortlichen ist es, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen: Zwei Drittel wollen Kosten senken. Fast genauso viele Befragte möchten dadurch, dass sie operative und administrative Tätigkeiten automatisieren, mehr Zeit für strategische Aufgaben gewinnen. Beinahe ein Fünftel der Unternehmen will vorerst keine Maßnahmen ergreifen. Bei rund drei Viertel der Unternehmen sind es HR-Verantwortliche oder -Führungskräfte, die den Einsatz von Daten für die Personalarbeit selbst vorantreiben. Eher selten geht die Initiative von der IT-Abteilung oder einem interdisziplinären Datenteam aus. Eine eigene Data-Science-Abteilung gibt es bisher nur bei 7 % der Befragten. Obwohl Data Analytics von HR-Abteilungen zunehmend eingesetzt werden, ist das Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Beim Umgang mit Daten stehen die Befragten vor mehreren Hürden: 78 % nennen heterogene IT-Systeme und -Tools als den größten Faktor, der die Datenerhebung erschwert. Für 4 von 10 Befragten ist es ein Hindernis, dass sich Daten aus IT-Systemen nur schwer weiterverwenden lassen. Jeder siebte kann erst gar nicht auf die Daten relevanter IT-Anwendungen zugreifen. Fast zwei Drittel vermissen in ihrem Unternehmen passende Software-Lösungen, die bei der Datenanalyse helfen könnten. Die Hälfte der HR-Abteilungen haben zu wenig Zeit für Data Analytics-Projekte. Zudem fehlen wichtige Kompetenzen: Laut 41 % der Befragten reicht das Know-how in Statistik der HR-Verantwortlichen nicht aus, 30 % sehen eine Hürde in mangelnden IT-Kenntnissen.

Geltungsbereich

Onlinebefragung von 117 Mitarbeiter/innen sowie Führungskräften im Personalwesen, in der kaufmännischen Leitung und in der Geschäftsführung.

Link zur Studie