HR Pulse Check

 In Allgemein

Kienbaum Consultants International GmbH, 23 Seiten, 2020, Deutsch

 

Bewertung

Die Studie zieht eine Zwischenbilanz zu den Auswirkungen der Corona-Krise und liefert Handlungsempfehlungen für Unternehmensführung und Personalarbeit.

Untersuchte Fragestellung

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Geschäftsentwicklung, Belegschaft und Personalarbeit der Unternehmen aus?

Inhalte/Trends

Die Erfahrungen aus der Krise haben sowohl Vor- als auch Nachteile für die Arbeitsabläufe aufgezeigt. Insbesondere die Umstellung auf das Homeoffice und mobiles Arbeiten birgt Chancen und Risiken. Gefragt nach positiven Erfahrungen, stimmten fast alle Personaler der Aussage zu, die Krise gebe Rückenwind für flexibles/digitales Arbeiten. 91 % sehen eine Stärkung des Zusammenhalts. 84 % sind der Ansicht, dass die Krise Schübe für Remote-Führung/-Zusammenarbeit bewirkt. Bei den negativen Erfahrungen steht für 82 % der Befragten deutlich im Vordergrund, dass Mitarbeiter ihr Team vermissen. Auch seien 58 % der Mitarbeiter nicht strukturell vorbereitet. Eine mangelnde IT-Infrastruktur stellten lediglich 13 % fest. Als Maßnahme zur Krisenbewältigung steht für die HR-Manager die intensive Mitarbeiterkommunikation im Vordergrund. Für 76 % spielt der Schutz der Belegschaft eine wichtige Rolle. Andere Aspekte wie beispielsweise die Liquiditätssicherung und die Kundenbindung rangieren weiter hinten. Als Handlungsfelder für die Zeit nach der Krise priorisierten knapp drei Viertel der Studienteilnehmer „New Ways of Working“. Jeder Zweite stimmte dem Handlungsfeld „agile Unternehmenstransformation“ zu. Fast vier von zehn Personalverantwortlichen gehen sogar von vollständigen Restrukturierungen des Unternehmens aus. Im Fokus der HR-Funktion stehen in der akuten Situation Mitarbeiter im Krisenstab mit 80 % Zustimmung, Gesundheitsschutz mit 50 % und die Umstellung der Lernprozesse auf digitale Formate mit 46 %. Aus einer Liste vorgegebener Fokusthemen der Personalarbeit in den kommenden Wochen und Monaten traf die Digitalisierung der HR-Operations-Prozesse mit 56 % auf die größte Zustimmung. Auf der Rangliste folgen die Flexibilisierung der Belegschaft, die konsequente und nutzerzentrierte Digitalisierung der HR-Kernprozesse, die Entwicklung einer nachhaltigen, unternehmensweit verankerten People-Strategie sowie Qualität, Krisenfestigkeit und Zukunftsfähigkeit des Managements und das Re-Design des Operating Models. Jedes sechste Unternehmen hat einen deutlichen Personalabbau im Rahmen der Restrukturierung im Blick.

Geltungsbereich

Branchenübergreifende Online-Befragung von 190 HR-Führungskräften.

Link zur Studie