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Hernstein Management Report 2025

Hernstein / Triple M, 2025, Deutsch

Bewertung

Der „Hernstein Management Report 2025” liefert fundierte Einblicke in die Zusammen­arbeit verschiedener Generationen in Unternehmen.

Untersuchte Fragestellung

Wie kann die Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden gelingen? Wie werden altersgemischte Teams wahrgenommen? Welche Herausforderungen beste­hen und wie können Unternehmen die intergenerative Zusammenarbeit sowie ältere Mitarbeitende unterstützen?

Inhalte/Trends

Der „Hernstein Management Report 2025” zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Generationen in den meisten Unternehmen sehr gut funktioniert: 85 % der Führungs­kräfte bestätigen eine erfolgreiche Kooperation. Die Zustimmung steigt mit der Hierarchieebene und ist im Immobilien- und Bauwesen sowie im IT- und Dienstleistungs­bereich besonders hoch. Altersgemischte Teams werden als effizienter und erfolgreicher wahrgenommen, wo­bei vor allem jüngere von älteren Mitarbeitenden lernen – rund 45 % der unter 40-Jährigen und 57 % der über 40-Jährigen stimmen dieser Aussage sehr zu. Um­gekehrt sehen deutlich weniger Führungskräfte Potenzial, dass ältere Mitarbeitende von jüngeren lernen.

Unternehmen messen der intergenerativen Zusammenarbeit eine hohe Bedeutung bei: 88 % unterstützen diese aktiv, in kleineren Unternehmen sogar überdurchschnittlich stark. Als wichtigste Maßnahmen nennen Führungskräfte regelmäßigen Wissens- und Erfahrungsaus­tausch (24 %) sowie gemischte Projektteams (22 %). Mentoringprogramme und spezielle Schulungsangebote werden dagegen deutlich seltener eingesetzt.

Trotz der überwiegend positiven Bewertung gibt es Konfliktpotenziale. Am häufigsten nen­nen Führungskräfte kommunikative Missverständnisse zwischen den Altersgruppen (59 %). Etwa die Hälfte der Befragten nimmt eine Tendenz zur „Besserwisserei“ sowohl bei jünge­ren als auch bei älteren Mitarbeitenden wahr. Ebenso häufig wird die unterschiedliche Herangehensweise an Aufgaben als mögliche Konfliktquelle identifiziert.

In Bezug auf altersgerechte Tätigkeiten zeigen sich Unterschiede zwischen Branchen und Unternehmensgrößen. In 18 % der Unternehmen gibt es bereits angepasste Tätigkeiten oder spezielle Jobs für ältere Mitarbeitende, in weiteren 39 % ist dies grundsätzlich möglich. Dies ist besonders im Tourismus sowie im Immobilien-, Bau- und Logistikbereich verbreitet.

Die Situation der Generation 50 Plus am Arbeitsmarkt bleibt jedoch herausfordernd: 57 % der Führungskräfte sehen für Mitarbeitende ab 50 schlechtere Jobchancen im eigenen Un­ternehmen, 62 % in der Branche insgesamt. Laut den Befragten finden sich die größten Hürden in den Bereichen IT/Telekom, Produktion und Finanzwesen, während das Immobilien- und Bauwesen vergleichsweise bessere Aussichten bietet. Kleinbetriebe neh­men weniger Hürden wahr als große Unternehmen.

Geltungsbereich

Online-Befragung von 1.600 Führungskräften und Unternehmern in Deutschland (1.000 Befragte) und Österreich (600 Befragte).

Link zur Studie

 

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