Führungskräfte-Radar

 In Allgemein

Bertelsmann Stiftung, 2020, 8 Seiten, Deutsch

 

Bewertung

Die Studie liefert Hinweise, warum Führungskräfte mit Selbstzweifeln kämpfen und wie Unternehmen diesen entgegenwirken können.

Untersuchte Fragestellung

Wie nehmen Führungskräfte in Deutschland ihre eigenen Arbeitsbedingungen wahr?

Inhalte/Trends

Laut der Studie urteilt jede fünfte Führungskraft, dass sie den eigenen Ansprüchen im Job nicht gerecht werde. Und gut 25 % der Befragten stimmen sogar der Aussage zu, dass sie einen höheren Beitrag zu einer Gruppe leisten würden, wenn diese nicht von ihnen, sondern von jemand anderem geführt würde. Besonders tief scheinen die Selbstzweifel in der Generation Y verwurzelt zu sein. Dort hadern fast 44 % der befragten Führungskräfte mit sich und ihrer Aufgabe. Am selbstsichersten hingegen sind der Umfrage zufolge die sogenannten Baby Boomer. Hier gaben nur 21 % hohe Führungszweifel an. Einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es laut Studie in Sachen Selbstzweifel nicht. Auch die Größe des Unternehmens spielte eine eher untergeordnete Rolle. Begründet wird die erstaunliche Verunsicherung der Managerriege mit mangelnder Klarheit und zu großen bürokratischen und formalen Hürden beim Erledigen der eigenen Aufgaben. Die hohe Belastung der Manager färbt oft negativ auf die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter ab. So gaben rund 45 % der stark belasteten Führungskräfte an, dass sie gegenüber ihren Mitarbeitern eine eher skeptische Grundhaltung einnehmen. Bei den weniger belasteten Managern bejahten diese Frage nur 16,4 %. Nur gut 55 % gaben an, dass sie Freude an ihrer Aufgabe als Führungskraft haben. 52 % sehen eine Sinnhaftigkeit in ihrer Führungsaufgabe oder dem Unternehmenszweck.

Geltungsbereich

Es wurden rund 1.000 Führungskräfte aus den oberen, mittleren und unteren Führungsebenen befragt.

Link zur Studie