EY Jobstudie 2025 – Motivation & Zufriedenheit
Randstad & ifo Institut, 2025, Deutsch
Bewertung
Die EY Jobstudie 2025 liefert wertvolle Einblicke in die Zufriedenheit, Motivation und Belastung von Beschäftigten in Deutschland.
Untersuchte Fragestellung
Wie zufrieden und motiviert sind Beschäftigte in Deutschland? Welche Faktoren beeinflussen Motivation und Bindung, und wie wirken sich Arbeitsbelastung und Work-Life-Balance auf die Arbeitssituation aus?
Inhalte/Trends
Die Zufriedenheit mit der Arbeitssituation ist in den vergangenen zwei Jahren leicht gestiegen: Etwas mehr als ein Drittel der Befragten bezeichnet sich als zufrieden. Männer (36 %) sind dabei häufiger zufrieden als Frauen (32 %). Ebenso sind ältere Beschäftigte deutlich zufriedener als jüngere. Die zufriedensten sind Top-Manager, die unzufriedensten ungelernte Angestellte.
Nur 18 % der Befragten bezeichnen sich als hochmotiviert, wobei Männer (22 %) deutlich häufiger motiviert sind als Frauen (16 %). Besonders hoch ist der Anteil bei Führungskräften (67 % im Top-Management, 29 % in leitenden Positionen). Die Motivation ist im öffentlichen Dienst höher als in der freien Wirtschaft.
Die Beschäftigten nennen ein gutes Verhältnis zu den Kolleginnen und Kollegen (57 %) sowie ein positives Arbeitsklima (55 %) als wichtigste Motivationsfaktoren. Erst danach folgen ein spannender Job, flexible Arbeitszeitmodelle und ein hohes Gehalt mit jeweils 37 %. Auffällig ist, dass Frauen eher Flexibilität priorisieren, während Männer das Gehalt priorisieren. Erfolgsprämien oder Zusatzangebote spielen dagegen eine geringere Rolle.
Über 90 % der Befragten sehen ihre Arbeit als wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Vor allem Manager (97 %) und leitende Angestellte (95 %) sind davon überzeugt, während Auszubildende (84 %) und ungelernte Kräfte (81 %) am häufigsten daran zweifeln.
Der Anteil der Beschäftigten, die ihre Arbeit als gewürdigt empfinden, liegt bei 70 %. Nach einem Rückgang in den Vorjahren ist dieser Wert wieder leicht gestiegen. Besonders Top-Manager (88 %) und Auszubildende (82 %) fühlen sich wertgeschätzt, ungelernte Kräfte deutlich seltener (58 %).
Die empfundene Arbeitsbelastung bleibt hoch: 60 % der Beschäftigten geben an, dass sie in den vergangenen fünf Jahren zugenommen hat. Am stärksten spüren dies jüngere Arbeitnehmer (21–35 Jahre) mit 64 %. Gleichzeitig berichten 32 %, dass sich ihre Work-Life-Balance verbessert habe, während nur noch 19 % eine Verschlechterung sehen. Als Hauptursachen für eine negative Entwicklung werden längere Arbeitszeiten (53 %) und mehr Verantwortung im Job (51 %) genannt.
Geltungsbereich
Online-Befragung mit 2.048 Beschäftigten in Deutschland. Befragt wurden Angestellte aus der freien Wirtschaft (63 %), dem öffentlichen Dienst (32 %) sowie Verbänden und Institutionen (5 %).
Link zur Studie
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