DGB-Index – Gute Arbeit – Der Report 2018

 In Arbeitnehmerzufriedenheit, Vergütung

Institut DGB-Index Gute Arbeit, 2018, 24 Seiten
Deutsch

Geltungsbereich

Bundesweite Befragung von 8.011 zufällig ausgewählten Beschäftigten (aus allen Branchen, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen, Betriebsgrößen, Wirtschaftszweigen und Beschäftigungsverhältnissen)

Untersuchte Fragestellung

Die Teilnehmer wurden befragt wie sie die Arbeitsbedingungen in Deutschland beurteilen.

Inhalte/Trends

Trotz positiver Konjunktur und guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bewerten die Beschäftigten ihre Arbeitsbedingungen kritisch. 52 % fühlen sich bei der Arbeit gehetzt und unter Zeitdruck. 28 % arbeiten häufig auch am Wochenende. Viele Arbeitnehmer haben keinen Einfluss auf ihre Aufgabenmenge und Arbeitszeitgestaltung. Besondere psychische und emotionale Belastungen weisen Beschäftigte auf, die mit Menschen arbeiten. 63 % aller Arbeitnehmer arbeiten regelmäßig mit Kunden, Patienten oder Klienten (Interaktionsarbeit). Im Umgang mit den verschiedenen Gruppen sind Konflikte und belastende Erlebnisse weit verbreitet. Die Mehrheit aller Beschäftigten arbeitet interaktiv, hat also intensiven Kunden- oder Patientenkontakt. In diesen Arbeitsfeldern klagen viele Beschäftigte, dass ihre Arbeitgeber sie nicht ausreichend wertschätzen. Fast jeder Fünfte erlebt in der Arbeit häufig psychisch belastende Situationen. Zwei Drittel davon erhalten keine hinreichende Unterstützung ihres Arbeitgebers. Am deutlichsten wird die fehlende Wertschätzung bei der Bezahlung: 78 % empfinden ihr Einkommen bei den hohen Anforderungen an ihre Tätigkeit mit Menschen als zu gering. Zwei Drittel der Betroffenen erhalten vom Arbeitgeber dabei keine ausreichende Unterstützung. Auch im Bereich der Altersvorsorge liefert der Index beunruhigende Daten: 45 % der Beschäftigten erwarten, dass ihre Rente nicht ausreichen wird, weitere 36 %, dass sie „gerade so“ reichen wird.

Bewertung

Lesenswerter Report mit dem Schwerpunkt: Arbeit mit Kunden, Patienten oder Klienten.

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