Quo vadis Arbeiten in Deutschland

 In Allgemein

AVANTGARDE Experts, 2019
Deutsch

Bewertung

Die Studie zeichnet ein realistisches Bild der Arbeitszufriedenheit in Deutschland. Sie liefert Erkenntnisse und Hinweise auf möglichen Handlungsbedarf in den eigenen Betrieben.

Untersuchte Fragestellung

Was macht Arbeitnehmer zufrieden? Was führt zum Jobwechsel? Welche Rolle spielt dabei Weiterbildung, gerade in Zeiten des digitalen Wandels?

Inhalte/Trends

Die Zufriedenheit der deutschen Arbeitnehmer wächst, jedoch verlangsamt sich der Trend. Rund drei Viertel der Berufstätigen gaben an mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden zu sein. Dabei sind Männer tendenziell glücklicher mit ihrem Job. Ein Studium wirkt sich kaum auf die spätere Zufriedenheit im Job aus. Maßgeblichen Einfluss haben das Gehalt und flexible Arbeitszeiten. Ein Viertel der Befragten wünscht sich nettere Kollegen und interessantere Arbeitsinhalte. Zudem haben 45 % der Deutschen das Gefühl ihr Potential in ihrer aktuellen Aufgabe nicht vollständig ausschöpfen zu können. Neue Herausforderungen wirken sich im Allgemeinen eher positiv auf die Arbeitszufriedenheit aus. Der enorme Fachkräftemangel und die dadurch größtenteils paradiesischen Bedingungen für Angestellte und Jobsuchende spiegeln sich immer deutlicher in den Arbeitsansprüchen wider. Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer plant einen Jobwechsel innerhalb der nächsten sechs Monate oder zieht es sogar aktuell in Erwägung. 69 % von ihnen würden sich jedoch durch eine Gehaltserhöhung von einem Jobwechsel abhalten lassen. Knapp ein Drittel wünscht sich mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit und dem Arbeitsort. Unter denjenigen die prinzipiell keinen Jobwechsel planen würden dennoch 58 % durch ein Angebot, das ihnen ein attraktiveres Gehalt verspricht, einen Arbeitsplatzwechsel in Betracht ziehen. Auch bei vergangenen Jobwechseln galt das Gehalt als Hauptmotivator. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer hält berufliche Weiterbildung für sinnvoll, insbesondere auch Angebote zur Digitalisierung. Jedoch gaben nur rund 62 % an, dass ihr Arbeitgeber Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung anbietet – diese meist in Form von externen Seminaren und für spezielles Fachwissen. 25 % der Berufstätigen haben sich auch schon einmal privat weitergebildet. Dabei sind Präsenzseminare, entweder eintägig oder mehrtägig, am beliebtesten und werden von den meisten Deutschen gegenüber digitalen Medien bevorzugt. Nur rund ein Viertel kann sich überhaupt vorstellen, Fachwissen über digitale Formate zu erlernen.

Geltungsbereich

Deutschlandweite Befragung von rund 1.000 Angestellten aus verschiedenen Branchen.

Link zur Studie