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A new future of work: The race to deploy AI and raise skills in Europe and beyond

McKinsey Global Institute, 68 Seiten, 2024, Englisch

Bewertung

Die Studie liefert Einblicke in die bevorstehenden Veränderungen und hebt die Dringlichkeit von schnellen Anpassungen des Arbeitsmarktes hervor.

Untersuchte Fragestellung

Die Studie analysiert die Auswirkungen des Vormarschs von künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt bis 2030.

Inhalte/Trends

Der Vormarsch von künstlicher Intelligenz (KI) wird laut Studie den Arbeitsmarkt in Europa und den USA fundamental verändern. Ein schneller Einsatz der neuen Technologien kann zu einem Produktivitätswachstum von bis zu 3 % pro Jahr führen. Dies setzt voraus, dass bis zu 27 % der einzelnen Tätigkeiten innerhalb aller Berufsbilder automatisiert werden, was bis 2030 bis zu 12 Millionen berufliche Veränderungen zur Folge hätte. In Deutschland wären in diesem Szenario bis zu 3 Millionen Jobs von Veränderungen betroffen, was 7 % der Gesamtbeschäftigung entspricht.

Die weitaus größten Umbrüche betreffen die administrativen Bürotätigkeiten: Bis zu 54 % der erwarteten Jobwechsel fallen in diesen Bereich. Mit 17 % folgt der Bereich Kundenservice und Vertrieb, mit 16 % Tätigkeiten in der Produktion.

Die Nachfrage nach bestimmten Jobprofilen wird sich deutlich verändern. In den Bereichen MINT und im Gesundheitswesen soll die Nachfrage nach Fachkräften zwischen 2022 und 2030 in Europa um bis zu 25 % steigen. Umgekehrt werden die Arbeitsplätze in Produktion, Kundendienst und Vertrieb bis 2030 durch Automatisierung deutlich zurückgehen.

Laut der befragten Führungskräfte wird die Nachfrage nach technologischen Fähigkeiten in Europa im selben Zeitraum um bis zu 25 % steigen.

Gleichzeitig wird die Nachfrage nach sozialen und emotionalen Fähigkeiten steigen. Erwartet wird, dass die Nachfrage nach Positionen, die Empathie und Führungsqualitäten erfordern, um 20 % wächst.

Es besteht die Gefahr einer stärkeren Polarisierung des Arbeitsmarktes. Es könnte also mehr hochbezahlte Stellen geben, als es dafür qualifizierte Arbeitskräfte gibt. Gleichzeitig könnte ein Übermaß an Arbeitnehmenden für bestehende Niedriglohnjobs entstehen.

Bei der Einführung von KI-Technologien sind US-Unternehmen den europäischen voraus: 88 % der US-Unternehmen haben bereits mindestens eine KI-Technologie eingeführt, 66 % auch bereits eine Technologie im Bereich generativer KI. In Europa sind es 84 % bzw. 54 %, wobei Deutschland mit 85 % (und 59 %) leicht über dem europäischen Durchschnitt liegt.

Geltungsbereich

Für die Studie wurden wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen bis 2030 in den USA und 10 europäischen Ländern untersucht. Zusätzlich wurden 1.100 Führungskräfte von Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und den USA befragt.

Link zur Studie

 

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